Sonnencreme und Sonnenbrille
Wieviel Schutz brauchen wir wirklich
Sonnencreme und Sonnenbrille: Wenn Schutz zur Gewohnheit wird, die uns mehr nimmt als sie gibt
Es ist erstaunlich, wie selbstverständlich zwei Dinge in unserem Alltag geworden sind, ohne dass wir sie je wirklich hinterfragen: Sonnencreme und Sonnenbrille. Kaum verlässt man im Sommer das Haus, wird eingecremt – oft schon, bevor überhaupt die Sonne scheint. Die Sonnenbrille liegt griffbereit neben dem Schlüssel, wird aufgesetzt, sobald es draußen hell ist, unabhängig davon, ob tatsächlich Blendung besteht. Wir tun das nicht mehr, weil wir eine bewusste Entscheidung treffen. Wir tun es, weil es uns so beigebracht wurde – als Automatismus, als Pflicht, fast als moralische Verantwortung uns selbst gegenüber.
In meiner Praxis erlebe ich seit 25 Jahren, wie tief sich solche Automatismen in Körper und Psyche einschreiben können. Und je genauer ich hinschaue, desto mehr drängt sich mir die Frage auf: Was haben wir uns eigentlich abgewöhnt, als wir uns das Eincremen angewöhnt haben? Was verlieren wir, wenn wir unsere Augen permanent hinter getönten Gläsern verstecken? Diesen Fragen möchte ich in diesem Artikel nachgehen – kritisch, undogmatisch, aber mit klarer Haltung.
Schützt Sonnencreme wirklich vor Hautkrebs?
Das Hauptargument, mit dem Sonnencreme verteidigt wird, lautet: Sie schützt vor Hautkrebs. Schaut man sich die Studienlage jedoch genauer an, wird das Bild deutlich unschärfer, als die Werbung es suggeriert. Es gibt zwar Hinweise darauf, dass Sonnencreme vor bestimmten, eher harmlosen Formen von weißem Hautkrebs schützen kann – beim gefährlichsten Hautkrebs, dem malignen Melanom, ist die Datenlage jedoch alles andere als eindeutig.
Tatsächlich existieren mehrere große Untersuchungen, die das Gegenteil dessen zeigen, was man erwarten würde: Regionen und Bevölkerungsgruppen mit besonders konsequenter Sonnencreme-Nutzung weisen teilweise höhere Melanom-Raten auf als Gruppen mit geringerer Nutzung. Eine kanadische Untersuchung fand höhere Melanom-Inzidenzraten in Regionen, in denen die Bevölkerung eher Sonnenschutz verwendete und sich der Gesundheitsrisiken der Sonnenexposition bewusster war, und eine britische Studie bestätigte einen positiven Zusammenhang zwischen der häufigen Verwendung von Sonnencreme und dem Risiko für Basalzell- und Plattenepithelkarzinome. Auch eine große Auswertung der UK Biobank mit über 470.000 Teilnehmenden, die gängige Risikofaktoren wie Hauttyp und Sonnenbrand-Vorgeschichte herausrechnete, fand bei häufiger Sonnencreme-Nutzung ein deutlich erhöhtes statistisches Risiko für alle drei untersuchten Hautkrebsarten. Pharmazeutische Zeitung + 2
Die gängige Erklärung dafür nennt sich „Sonnencreme-Paradox“: Wer sich eincremt, fühlt sich sicher – und bleibt deshalb deutlich länger und zu unbedachteren Tageszeiten in der prallen Sonne, als er es ohne dieses Sicherheitsgefühl tun würde. Das mag ein Teil der Wahrheit sein. Aber ich finde, man darf an dieser Stelle ruhig genauer hinschauen, statt sich mit dieser bequemen Erklärung zufriedenzugeben. Denn selbst Fachpublikationen räumen ein, dass die Evidenz für einen Hautkrebsschutz durch Sonnencreme insgesamt weniger eindeutig ist, als oft behauptet wird, und manche Übersichtsarbeiten auf eine überschätzte Schutzwirkung hindeuten – nicht zuletzt, weil ein erheblicher Teil der Wirksamkeitsstudien von der Kosmetikindustrie selbst finanziert wurde. Dermatologen im NetzDermatologen im Netz
Was mich an dieser Debatte besonders beschäftigt: Hautkrebs ist eine multifaktorielle Erkrankung. Genetische Veranlagung, der Hauttyp, wiederholte schwere Sonnenbrände vor allem in der Kindheit, chronischer Stress, ein geschwächtes Immunsystem, Ernährung, Vorbelastung durch Umweltgifte – all das spielt eine Rolle. Die Vorstellung, man könne dieses komplexe Geschehen allein durch das Auftragen einer Creme kontrollieren, ist verlockend einfach. Aber genau diese Einfachheit sollte uns misstrauisch machen. Ein Körper, der durch ein starkes Immunsystem, eine ausgeglichene Psyche und eine gesunde Hautbarriere geschützt ist, ist meiner klinischen Erfahrung nach widerstandsfähiger als ein Körper, der sich allein auf eine chemische Schicht verlässt.
Der stille Vitamin-D-Mangel, den niemand auf dem Schirm hat
Während die Hautkrebs-Frage zumindest diskutiert wird, bleibt ein anderer Aspekt fast völlig im Schatten – und das ist kein Wortspiel: die massive Drosselung der körpereigenen Vitamin-D-Produktion durch Sonnencreme. Vitamin D entsteht praktisch ausschließlich, wenn UVB-Strahlung ungehindert auf unsere nackte Haut trifft. Bereits ein Lichtschutzfaktor 30, korrekt aufgetragen, kann diese Produktion um einen sehr großen Teil reduzieren. Wer täglich, flächendeckend und konsequent eincremt – genau das, was uns als „verantwortungsvoll“ verkauft wird –, verhindert damit faktisch einen der wichtigsten körpereigenen Prozesse überhaupt.
Und hier wird es aus meiner Sicht eigentlich erst richtig brisant. Denn Vitamin D ist kein x-beliebiger Mikronährstoff, den man notfalls auch über die Nahrung bekommt. Es ist strenggenommen ein Hormon – eines der zentralen Steuerhormone unseres gesamten Organismus. Es reguliert das Immunsystem und damit unsere Fähigkeit, Infekte und auch entartete Zellen abzuwehren. Es beeinflusst die Calcium-Aufnahme und damit Knochen- und Zahngesundheit. Es wirkt auf die Stimmung über die Serotoninsynthese, auf die Muskelkraft, auf die Insulinsensitivität, auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit und sogar auf die Fruchtbarkeit. Ein chronischer Mangel wird mit Depressionen, Autoimmunerkrankungen, chronischer Erschöpfung, Infektanfälligkeit und einem erhöhten Risiko für zahlreiche chronische Erkrankungen in Verbindung gebracht.
In meiner Praxis sehe ich regelmäßig Menschen, die unter genau diesen Symptomen leiden – und auf Nachfrage stellt sich heraus: Sie cremen sich seit Jahren konsequent ein, meiden direkte Sonne, sitzen den ganzen Tag in Innenräumen. Ihr Vitamin-D-Spiegel liegt häufig deutlich im Mangelbereich, manchmal dramatisch. Und das Tragische daran ist: Diese Menschen haben alles „richtig“ gemacht, gemessen an dem, was ihnen die letzten Jahrzehnte als gesundes Verhalten vermittelt wurde. Dabei haben sie sich genau das genommen, was ihren Körper eigentlich stärken würde.
Was wirklich in der Tube steckt
Sonnencreme ist kein neutrales Produkt. Die meisten herkömmlichen, chemischen Sonnenschutzmittel enthalten eine ganze Reihe von Substanzen, deren Namen schon nach Labor klingen: Oxybenzon, Octocrylen, Homosalat, Avobenzon und weitere UV-Filter, dazu Duftstoffe, Konservierungsmittel, Emulgatoren und Stabilisatoren. Diese Stoffe werden nicht einfach auf der Hautoberfläche aufgetragen und bleiben dort – ein erheblicher Teil wird über die Haut aufgenommen und gelangt in den Blutkreislauf.
Was mich besonders nachdenklich macht: Sonnencreme wird in der Regel großflächig und über Stunden auf der Haut belassen, oft mehrfach täglich nachgecremt – und das bei Kindern genauso wie bei Erwachsenen. Die Haut ist unser größtes Organ, und alles, was wir auf ihr auftragen, hat die Möglichkeit, systemisch zu wirken. Einige dieser UV-Filter stehen im Verdacht, hormonell wirksam zu sein, also unser endokrines System zu beeinflussen – ausgerechnet jenes System, das ohnehin schon durch den Vitamin-D-Mangel aus dem Gleichgewicht gerät.
Doch damit ist die Geschichte nicht zu Ende erzählt. Viele dieser chemischen Verbindungen sind so beschaffen, dass unser Körper sie gar nicht oder nur sehr unvollständig abbauen oder umwandeln kann. Statt verstoffwechselt und ausgeschieden zu werden, lagern sie sich im Gewebe ein – im Unterhautfettgewebe, manche auch in inneren Organen. Mit der Zeit kann sich so eine regelrechte Schadstoff-Last aufbauen, die der Körper Tag für Tag mit sich trägt. Das ist im Grunde dasselbe Prinzip, das wir aus unserer übrigen täglichen Kosmetik nur zu gut kennen: Shampoo, Duschgel, Gesichtscreme, Deodorant – auch sie enthalten oft eine Vielzahl an Stoffen, die der Körper nicht vollständig verarbeiten kann und die sich Schicht um Schicht, Tag für Tag, im Gewebe ablagern.
Die Leber, unser zentrales Entgiftungsorgan, ist diejenige, die am Ende versucht, diese Stoffe zu verarbeiten und auszuleiten – eine Aufgabe, an der sie bei der schieren Menge an täglichen Kosmetikprodukten oft chronisch überfordert ist. Diese stille, langsame Vergiftung wirkt sich dabei längst nicht nur auf das Hormonsystem aus, wie wir es bereits besprochen haben. Auch das Immunsystem gerät unter Druck, weil es permanent mit der Abwehr und Verarbeitung von Fremdstoffen beschäftigt ist, statt sich auf seine eigentlichen Aufgaben konzentrieren zu können. Hinzu kommt eine erhöhte Reizbarkeit der Haut selbst, die unter dieser Dauerbelastung ihre Barrierefunktion und ihre Fähigkeit zur Selbstregulation zunehmend verliert.
Wenn wir uns also fragen, warum so viele Menschen heute unter chronischer Erschöpfung, einem überlasteten Immunsystem oder hormonellen Dysbalancen leiden, lohnt sich der Blick auf das, was wir täglich, oft mehrfach, auf unsere Haut auftragen – nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über.
Wie man die Sonne ganz entspannt genießen kann, ohne sich zu schaden
Die gute Nachricht: Es gibt einen Weg zwischen totaler Vermeidung und unbedachtem Verbrennen. Unser Körper besitzt von Natur aus die Fähigkeit, sich an Sonnenlicht anzupassen – wenn man ihm die Gelegenheit dazu gibt. Der Schlüssel liegt nicht in der Chemie, sondern im Maß.
Wer seine Haut langsam an die Sonne gewöhnt, beginnt am besten mit kurzen Zeiträumen – fünf, zehn, fünfzehn Minuten – und steigert diese Dauer über Tage und Wochen hinweg. So bekommt die Haut die Chance, körpereigenes Melanin aufzubauen und die oberste Hautschicht zu verdicken, ihren ganz natürlichen Eigenschutz. Wer dagegen nach Monaten ohne Sonne plötzlich Stunden in der prallen Mittagssonne verbringt, riskiert tatsächlich einen Sonnenbrand – nicht, weil die Sonne gefährlich ist, sondern weil man ihr unvorbereitet begegnet.
Die intensivste Strahlung liegt in der Regel zwischen elf und fünfzehn Uhr. In dieser Zeit darf man sich bewusst zurückziehen, in den Schatten eines Baumes, unter einen Sonnenschirm, in luftige, leichte Kleidung. Das ist kein Widerspruch zu einem sonnenfreundlichen Leben, sondern Ausdruck von Achtsamkeit. Die Morgen- und Abendstunden dagegen, wenn das Licht milder ist, sind ideal, um sich der Sonne ganz unbeschwert und ungeschützt hinzugeben. Genau diese Zeitfenster sind es auch, die für unsere innere Uhr und unseren Hormonhaushalt am wertvollsten sind.
Die Sonnenbrille: Wenn das Auge nicht mehr sieht, was es eigentlich sehen soll
Ähnlich automatisiert wie der Griff zur Sonnencreme ist der Griff zur Sonnenbrille geworden. Dabei wird oft vergessen, dass unsere Augen weit mehr sind als reine Sehwerkzeuge. Über die Netzhaut registrieren sie ständig, wie hell die Umgebung ist, und senden diese Information direkt an den Hypothalamus – jenes Steuerzentrum in unserem Gehirn, das unter anderem unsere Hormonproduktion reguliert. Helles, natürliches Tageslicht, das ungehindert ins Auge fällt, hemmt die Melatoninausschüttung, kurbelt die Serotoninproduktion an und stabilisiert unseren Cortisolrhythmus.
Tragen wir dauerhaft dunkel getönte Gläser, wird dieses Lichtsignal künstlich abgeschwächt. Das Gehirn erhält weniger Information darüber, dass es Tag ist, dass jetzt die Zeit für Wachheit, Aktivität und Klarheit wäre. Die Folgen können sich in einem trägen, schwerfälligen Gefühl tagsüber zeigen, in einem gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus, in einer gedämpften Stimmung. Besonders gravierend ist das morgens, wenn die innere Uhr eigentlich neu kalibriert werden möchte – ausgerechnet dann setzen viele Menschen aus reiner Gewohnheit die Sonnenbrille auf, auch wenn das Licht noch gar nicht blendet.
Hinzu kommt etwas, das kaum jemand auf dem Schirm hat – und das mich aus meiner therapeutischen Arbeit heraus besonders fasziniert: die Farbe der Gläser. In der Psychokinesiologie, einem integrativem Therapiezweig, der Körper, Psyche und Energiesystem miteinander verbindet, wird gezielt mit Farbbrillen gearbeitet. Man schaut dabei für einen definierten Zeitraum durch Gläser in bestimmten Farben – Rosa, Gelb, Orange, Blau, Grün – um auf diesem Weg spezifische emotionale Themen zu berühren, aufzuweichen und zu verarbeiten. Jede Farbe hat dabei eine eigene Qualität, eine eigene psychische Resonanz, und wirkt entsprechend auf das Nervensystem und die emotionale Wahrnehmung ein.
Was bedeutet das also, wenn wir den ganzen Tag – oder gar täglich und über Jahre – durch eine getönte Sonnenbrille schauen? Die wenigsten Menschen machen sich bewusst, dass sie damit permanent eine bestimmte Farbe auf ihre Wahrnehmung legen. Ob braun, grau, grünlich, gelb, rosa, blau oder verspiegelt – jede Tönung verändert auf subtile Weise, wie wir die Welt sehen und wie wir uns dabei fühlen. Die Welt durch graue Gläser zu betrachten ist eben nicht dasselbe wie die Welt in ihren natürlichen Farben zu sehen. Und wenn uns das über Stunden täglich begleitet, ohne dass wir es hinterfragen, dann wirkt das auf die Psyche – still, unbemerkt, aber beständig.
Wer die Augen ständig vor Licht abschirmt, verlernt mit der Zeit zudem, mit natürlichem Licht zurechtzukommen. Die Pupille, die sich eigentlich an wechselnde Lichtverhältnisse anpassen können soll, bekommt immer seltener die Gelegenheit dazu – und das Auge verlernt gewissermaßen, der Sonne zu begegnen, weil es ihr kaum noch darf.
Die psychosomatische Ebene: Warum wir lieber im Schatten bleiben
Für mich ist das alles am Ende auch eine Frage der inneren Haltung, und genau hier wird es für mich therapeutisch am spannendsten. Licht ist seit jeher ein archetypisches Symbol für Bewusstsein, Klarheit, Lebensfreude und Wachstum. Schatten dagegen steht für das Verborgene, das Unbewusste, manchmal auch für Angst und Rückzug. Wenn wir uns reflexhaft vor der Sonne schützen, dann tun wir das nicht nur körperlich. Wir senden uns selbst auch eine innere Botschaft: Licht ist eine Gefahr. Bleib lieber im Schatten, dort bist du sicher.
Diese Haltung kenne ich aus meiner Praxis nur zu gut – und sie zeigt sich keineswegs nur im Umgang mit der Sonne. Viele Menschen, die ich begleite, haben gelernt, sich eher mit ihren Schattenseiten zu beschäftigen als mit ihren Sonnenseiten. Sie kennen ihre Wunden, ihre Ängste, ihre alten Verletzungen oft sehr genau – aber wenn ich sie frage, was sie wirklich nährt, was sie wachsen lässt, was ihnen Freude bereitet, herrscht häufig Schweigen. Es ist, als hätten wir verlernt, uns dem Licht zuzuwenden, weil wir es als zu intensiv, zu ungeschützt, zu verletzlich empfinden.
Die Sonne aber nährt uns – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Sie lässt Pflanzen wachsen, und sie lässt auch in uns etwas wachsen: Lebenskraft, Klarheit, Verbindung zu uns selbst. Wenn wir uns dauerhaft vor ihr verstecken, hinter Cremeschichten und getönten Gläsern, dann verstecken wir uns auf einer tieferen Ebene auch vor dem eigenen Wachstum. Vielleicht lohnt es sich, das nächste Mal, wenn die Hand automatisch zur Sonnencreme oder zur Sonnenbrille greift, kurz innezuhalten und sich zu fragen: Wovor schütze ich mich hier eigentlich gerade wirklich – und was würde geschehen, wenn ich mich dem Licht ein Stück mehr zuwenden würde?
Fazit: Ein bewusster, mutiger Umgang mit der Sonne
Sonnencreme und Sonnenbrille sind zu einer Selbstverständlichkeit geworden, die kaum noch hinterfragt wird – obwohl die wissenschaftliche Grundlage dafür deutlich brüchiger ist, als man uns glauben machen will. Der Schutz vor Hautkrebs ist weit weniger eindeutig belegt, als das Hauptargument der Sonnencreme-Befürworter suggeriert. Gleichzeitig zahlen wir einen hohen, oft unsichtbaren Preis: einen massiven Vitamin-D-Mangel mit weitreichenden Folgen für Immunsystem, Hormone und Psyche, eine zusätzliche Belastung durch fragwürdige Inhaltsstoffe und ein gedämpftes Lichtsignal, das unserem Gehirn fehlt, um Stimmung und Rhythmus gesund zu halten.
Die Lösung liegt nicht in noch mehr Schutz, sondern in mehr Bewusstheit: kurze, dosierte Sonnenzeiten, die langsam gesteigert werden, der bewusste Rückzug in den intensivsten Mittagsstunden, und immer wieder der Mut, dem Licht ungeschützt zu begegnen – mit der Haut genauso wie mit den Augen. Die Sonne ist keine Bedrohung, der wir uns ständig entziehen müssen. Sie ist eine Kraft, die uns nährt, wenn wir bereit sind, ihr wieder mit offenem Gesicht zu begegnen.
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